Besuch der Kinder- und Jugendsprechstunde bei Landrat Martin Sailer

Gut vorbereitet auf das Treffen mit Landrat Martin Sailer starteten 7 Jugendliche mit den Jugendbeauftragten Andrea Braun und Angelika Ortner ins Landratsamt nach Augsburg. Voller Spannung erwarteten alle den Landrat, der an diesem Nachmittag von einigen Jugendlichen aus dem Landkreis besucht wurde. Als er zur „Gruppe Ustersbach“ kam, forderte er alle gleich auf, Fragen zu stellen oder Anliegen vorzubringen.  Das erste und wohl auch wichtigste Thema war der öffentliche Nahverkehr: Es fahren nur wenige Busse Richtung Augsburg und zurück – häufig zu ungünstigen Zeiten, sodass Schüler zum Gymnasium Diedorf beispielsweise 50 Minuten unterwegs sind oder aber 16 und 17jährige, die Veranstaltungen in Augsburg um 24 Uhr verlassen müssen, über 1 Stunde auf den Nachtbus warten, der sie dann erst zurückbringt. Der Landrat fragte den Bedarf ab und stellte eine „Probebusverbindung“ in Aussicht, die eventuell 1 Jahr angeboten werden kann. Auch die hohen Kosten für Schüler wurden angesprochen. Auch hier wird sich Martin Sailer kundig machen. Weiterhin beschrieb er auf Nachfrage seine Arbeitsbereiche und Tätigkeiten. Beim Wunsch nach einem Ausbau des Radwegenetzes Richtung Dinkelscherben beschrieb Martin Sailer die Problematik, dass nicht alle Grundstücke, auf denen der Bau erfolgen müsse, der Gemeinde oder dem Landkreis gehören. Da bisher nicht ausreichend Grund erworben werden konnte, ist auch der Radweg noch nicht in Sicht. Die Jugendlichen sprachen noch den verbesserungswürdigen Zustand der Sprunggrube an der Grundschule Ustersbach an sowie einen fehlenden Platz für Jugendliche, an dem sie sich ungestört treffen können. Der Landrat erklärte, an wen sich die Jugendlichen bei diesen Fragen wenden müssen und welche Herausforderungen das Lösen mancher Anliegen an kleine Gemeinden wie Ustersbach stellt. Es entstand noch die Idee, die Sprechstunde für Kinder und Jugendliche vor Ort anzubieten, da dies für unsere Jugendlichen viel einfacher wäre und dann auch mehrere teilnehmen könnten. Dies ist eventuell für das zweite Halbjahr geplant. Am Ende wurde im Büro von Martin Sailer, gegenüber von dessen beeindruckend großem Schreibtisch noch ein Gruppenfoto gemacht. Ein interessanter Spätnachmittag!